1993-99
Ursprünglich fanden sich Dieter Thomas Kuhn, Howard F., Bata C., Udo L., Nino G., Adam + Eve S. und Karel Z., dessen Platz später Demis R. einnahm, zusammen, um als reines Spaßprojekt die Gegend in und um Tübingen mit wohlmeinenden Parodien von 70er Schlagern unsicher zu machen. Die ersten Auftritte ließen die winzigkleinen Clubs aus allen Nähten platzen, schnell sprach sich herum, was für ein einmaliges Erlebnis ein Konzert von Dieter Thomas Kuhn & Band sei.
Im Jahre 1995 erschien Dieters Debut Mein Leben für die Musik, dem die Indie-Veröffentlichung Lieder meines Lebens, heute ein begehrtes Sammlerstück, vorausging.
Kuhn entsprang kurzzeitig zum Film, um ‘Der Trip’ zu drehen, einer abgefahrenen 70er Komödie, die jedoch katastrophal floppte. Zwei Jahre später erschien das Album Gold, das die Radio-Hitsingle Über den Wolken enthielt. Beide Alben erreichten Anfang 1999 kurz hintereinander Goldstatus. 1998 schließlich veröffentlichte Dieter das Album Wer Liebe sucht, das wie ein Blitz von 0 auf 2 in die Album-Charts einschlug, außerdem stieß Reverend an den Keyboards dazu. Der Song Sag’ mir quando, sag mir wann wurde zur ersten Chart-Single Dieters und fand sich sogar auf der DJ-Playlist der Clubs! Wochenlang befanden sich Mein Leben für die Musik, Gold und Wer Liebe sucht gleichzeitig in den Charts. Insgesamt gingen ca. 700.000 Tonträger über die Ladentische.
Über 1 Million Fans haben Dieter Thomas Kuhn & Band während ca. 600 Konzerten in sieben Jahren live gesehen. Allein in den Jahren 1998 und 1999 besuchten jeweils 350.000 Besucher ihre Konzerte. Dabei spielten sie manchmal auch vor ca. 20.000 Leuten.
Bei soviel Erfolg ließen auch die Auszeichnungen nicht auf sich warten. So verlieh man Dieter Thomas Kuhn & Band 1997 die goldene Stimmgabel, persönlich überreicht vom Namenspate Dieter Thomas Heck, in der Kategorie Deutscher Schlager und 1998 den Echo Award.
Und dann kam 1999 der Abschied. Hunderttausende von Fans konnten es kaum glauben, aber es führte kein Weg zurück - die Show war zu Ende. Auf dem Höhepunkt der Dietermania landete das Glitzerkostüm im Museum, das Brusthaartoupet auf dem Sondermüll.
