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2002

3go3.jpgFür 2002 waren unter anderem Open Air Termine in Stuttgart und Heilbronn bereits bekannt gegeben, natürlich mit dem Programm von 2001. Außerdem waren die Planungen für eine neue CD bereits fortgeschritten. In der Faschingswoche 2002 jedoch kam die Überraschung, als Dieter Thomas Kuhn und sein Gitarrist “Howie” Feldtkeller sich vom Rest der Band trennten: Die neuen Songs wurden nicht mit voller Überzeugung gespielt, ein Schnitt musste gemacht werden.
Natürlich war die Enttäuschung aller Orten groß und dennoch wurde gleichzeitig bekannt gegeben, mit der Kuhnschen Musik gehe es auch in Zukunft weiter.

Die Fans erlebten nun die zweite Wartezeit nach dem DTK Abschied vom Herbst 1999. Es war lediglich klar, dass es im Sommer ” ein neues Projekt geben” wird. Im Juli 2002 wurde schliesslich auch Näheres bekannt:
Dieter Thomas Kuhn als Moritatensänger in Brechts Dreigroschenoper.

Am 26.09.2002 war schließlich die Premiere der Dreigroschenoper in der extra dafür eingerichteten und renovierten Maschinenfabrik Maijer in Tübingen.

3g02.jpgPhilipp “Howie” Feldtkeller hatte die Weillschen Lieder neu arrangiert und somit tolle Songs gemacht, die Kuhn als ganz neuen Sänger zeigten und ihn heraus forderten.

Das Publikum war begeistert, der Applaus den Künstlern Abend für Abend sicher. Auch die sonst so heikle Presse lobte Kuhns neue Fähigkeiten, haderte aber stark mit den schauspielerischen Qualitäten unter der Leitung von Klaus Metzger.

Auch der Suhrkamp Verlag, Rechteinhaber der Brechtschen Dreigroschenoper wurde auf die Inszenierung aufmerksam. Schließlich setzte sich dort die verkalkte Denkweise durch und das Projekt 3GO musste vor der achten Aufführung abgesetzt werden. Kritisiert wurden zum Einen die Tatsache, dass Dieter Thomas Kuhn alle Songs sang, sowie zum Anderen die “modernen Instrumente”, die Feldtkeller einsetzte. Und das heißt im Frankfurter Literaturgebäude eben “Nichteinhaltung der Werktreue”.

Nun ist diese Sache an den Veranstaltern nicht vorbeigegangen. “Chef” Klaus Metzger versicherte im Vorfeld, er habe die Rechte in der Tasche. Im Nachhinein muss das nun wohl anders gesehen werden. Die lokale Presse machte aus ihm passenderweise den “Mackie Metzger”:

“An ‘nem schönen Sonntag Abend,
liegt ne tote Band in der Fabrik,
und ein Mensch geht um die Ecke,
den man Mackie Metzger nennt.”

Die geplante Tour mit dem Ensemble war damit geplatzt. Sieben Auftritte gab es dann doch noch einmal. In der Maschinenfabrik Majer führten “Dieter Thomas Kuhn und die Dreigroschen Kapelle” die Lieder noch einmal auf. Mit wahren “Standing Ovations” bestätigten die Zuschauer noch einmal dieses geniale Projekt.